Ein zurückgestellter Mitarbeiter tritt ruhig seine Schicht an, während im Nachbarbüro die Personalsachbearbeiterin fieberhaft nach einer Bescheinigung sucht, an die niemand rechtzeitig gedacht hat. Der Unterschied zwischen diesen beiden Szenarien ist kein Zufall, sondern ein sorgfältig zusammengestelltes Paket an Unterlagen. Unterlagen für die Zurückstellung verzeihen kein „mache ich morgen“: Fehlt auch nur eine Bescheinigung, wird der Antrag im Portal Diia abgelehnt, und der Mitarbeiter riskiert, genau dann ohne Aufschub zu bleiben, wenn er ihn am nötigsten braucht.
2026 wurden die Regeln zur Zurückstellung von Mitarbeitern strenger: Die Gehaltsschwellen stiegen, die Kritikalitätskriterien für Unternehmen wurden verschärft, und die Einreichung der Unterlagen ist endgültig vollständig elektronisch geworden. Doch das Grundpaket an Unterlagen, das jeder Arbeitgeber und jeder wehrpflichtige Mitarbeiter zusammenstellen muss, bleibt wiedererkennbar. Wir gehen es Punkt für Punkt durch.
Unterlagen für die Zurückstellung: was der Mitarbeiter vorbereitet
Bevor die Personalabteilung überhaupt mit der Bearbeitung beginnt, muss der Wehrpflichtige persönlich vorlegen:
- Personalausweis eines Bürgers der Ukraine;
- das Wehrerfassungsdokument mit aktuellen, rechtzeitig aktualisierten Daten;
- einen Antrag, in dem der Mitarbeiter begründet, warum er es für sinnvoll hält, im Falle einer Mobilisierung im Unternehmen zu bleiben.
Hier verbirgt sich eine Falle, die oft vergessen wird: Hat die Person ihre Erfassungsdaten nicht über das Rekrutierungszentrum, ein Verwaltungszentrum (CNAP) oder die App „Reserv+“ aktualisiert, hilft kein Antrag mehr – ohne aktuelle Wehrerfassung lässt sich eine Zurückstellung von der Mobilisierung schlicht nicht ausstellen.
Was der Arbeitgeber vorbereitet
Danach übernimmt die Personalabteilung des Unternehmens, und genau hier wächst die Liste am stärksten:
- eine Erläuterung des Arbeitgebers mit der Begründung, warum die Position des konkreten Mitarbeiters für den Betrieb des Unternehmens kritisch wichtig ist;
- Kopien der Dokumente, die das Arbeitsverhältnis belegen – Einstellungsanordnung und Arbeitsvertrag;
- eine aktuelle Bescheinigung über die Anzahl bereits zurückgestellter Wehrpflichtiger im Unternehmen;
- eine Bestätigung, dass das ausgezahlte Gehalt des Mitarbeiters der festgelegten Schwelle entspricht (für kritisch wichtige Unternehmen als Vielfaches des Mindestlohns);
- eine Bestätigung des Status als kritisch wichtiges Unternehmen – eine Entscheidung des zuständigen Ministeriums, des Wirtschaftsministeriums oder der entsprechenden Gebiets- bzw. örtlichen Verwaltung;
- eine erstellte Liste der Kandidaten für die Zurückstellung, eingereicht und vom Leiter elektronisch unterschrieben.
Seit dem 1. April kann der Antrag auf Zurückstellung nur noch über das Portal Diia eingereicht werden – die Papierform bleibt lediglich Unternehmen vorbehalten, die physisch keinen EDRPOU-Code oder keine technische Möglichkeit haben, mit dem Portal zu arbeiten; dann geht das Unterlagenpaket direkt an die Behörde, die die Kritikalitätsentscheidung getroffen hat.
Warum diese Liste 2026 zu einer Geduldsprobe wurde
Die Anforderungen sind nicht nur bei den Unterlagen gestiegen. Für Unternehmen mit über 50 Mitarbeitern darf das Durchschnittsgehalt nicht mehr unter dem Landesdurchschnitt multipliziert mit dem Faktor zwei liegen, für Unternehmen ab 20 Mitarbeitern gilt der Faktor drei. Ab dem 1. September 2026 muss das ausgezahlte Gehalt jedes zurückgestellten Mitarbeiters in kritisch wichtigen Unternehmen mindestens das Dreifache des Mindestlohns erreichen – daher rettet selbst ein makelloser Ruf des Unternehmens die Zurückstellung nicht ohne eine aktuelle Gehaltsbescheinigung und ein korrekt zusammengestelltes Unterlagenpaket.
Der Beweis, dass diese ganze Papierarbeit nicht vergeblich war, ist der Aufschub, der im elektronischen Wehrerfassungsdokument des Mitarbeiters angezeigt wird – der Status lässt sich jederzeit über die App „Reserv+“ überprüfen.
Ein nicht rechtzeitig aktualisiertes Dokument – und das gesamte Verfahren beginnt von Neuem. Die beste Strategie für 2026 ist daher einfach: das vollständige Paket zusammenstellen, bevor es dringend gebraucht wird.
Arbeit mit offizieller Zurückstellung bei „SpecServis“
„SpecServis“ ist ein kritisch wichtiges Bauunternehmen, daher sieht ein Teil unserer Stellenangebote eine offizielle Zurückstellung von der Mobilisierung für die Dauer des Arbeitsvertrags vor. Die Liste der aktuellen Stellenangebote wird regelmäßig aktualisiert.
Mehr zu den Arbeitsbedingungen auf der Seite Karriere bei SpecServis.
Quelle: Zurückstellung von Mitarbeitern: Liste der Unterlagen und Verfahren — SENSE

